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Discs (CD, DVD, Blu-ray)

Bedruckung von Discs

CDs, DVDs, Blu-rays etc. können in verschiedenen Varianten bedruckt werden. Hierbei spielen die Beschaffenheit des Rohlings (Oberfläche), die gewünschte Haltbarkeit und die Optik eine Rolle. Wir stellen einige beliebte Varianten vor.

Hinweise vorab

Bei der Disc-Bedruckung sind viele Druck­verfahren anwend­bar. Allerdings gibt es spezielle Verfahren, die nur mit bestimmten oder geprüften Rohlingen funktionieren. Zum Beispiel erfordert der ThermoReTransfer-Druck speziell beschichtete Rohlinge, und auf inkjet-beschichteten Rohlingen kann kein Offsetdruck ausgeführt werden.

Auch die Form der Rohlinge spielt eine Rolle: Bestimmte Rohlingformen passen nicht immer zu allen Druckverfahren. Ein Beispiel hierfür sind Visitenkartenrohlinge, bei denen bestimmte Größen für den Digitaldruck ungeeignet sein können, weil es kein entsprechend großes Transferwerkzeug gibt.

Daher sollte man Rohlinge erst nach Auswahl des geeigneten Druckverfahrens erwerben oder idealerweise unsere Rohlinge verwenden, die speziell für das jeweilige Verfahren angeboten werden.

Der Favorit: Inkjetdruck

Die verbreitetste Art der Bedruckung ist wohl der Tintenstrahldruck oder auch Inkjetdruck. Hierbei entstehen nicht nur Unterschiede durch die verwendeten Drucker oder Tinten, sondern auch durch die verwendeten Rohlinge.

Zuerst sollte man sich also den für seine Zwecke entsprechenden Rohling mit Tintenstrahlbeschichtung aussuchen. Es gibt viele Varianten:

Silbermatte Rohlinge verleihen einem Design eine elegante, metallische Optik, die auch nach der Bedruckung erkenntlich bleibt.

Weiße Oberflächen bieten eine neutrale Grundlage, die sich hervorragend für klare und lebendige Drucke eignet. Sie ermöglichen präzise Farbabbildungen und werden häufig für Designs verwendet, bei denen die Farben im Vordergrund stehen sollen.

Silbermatte oder weiße Oberfläche

Bedruckbare Fläche

Es gibt Rohlinge für den Vollflächendruck sowie Varianten mit einem großen freien Innenteil. Die Größen unterscheiden sich je nach Hersteller und müssen individuell angepasst werden. Die Druckbereiche reichen von 18 mm bis zu 38 mm Innenloch oder sogar darüber hinaus, wobei es zahlreiche Varianten gibt.

Der Druckbereich sollte entsprechend angepasst oder der Rohling passend zum Druckbild ausgewählt werden, wobei gegebenenfalls Abstriche bei der Rohlingqualität in Kauf genommen werden müssen. In seltenen Fällen kann ein Stapelring vorhanden sein, der den bedruckbaren Bereich unterbricht und das Drucken erheblich erschwert.

Inkjet Oberfläche, die 1.: weiß ist nicht gleich weiß

Das Druckbild wird maßgeblich von den unterschiedlichen Grundierungen der Rohlinge beeinflusst, insbesondere wenn es nicht vollständig mit Farbe bedeckt ist. Manche Hersteller verwenden einheitliches Weiß für den Oberflächendruck, während andere verschiedene Weißtöne einsetzen. Diese Variationen in den Weißtönen können das Erscheinungsbild des Drucks erheblich beeinflussen.

Zusätzlich verfügen die meisten Rohlinge über einen transparenten Bereich im Inneren, durch den Licht hindurchscheinen kann. Dieser transparente Bereich kann in Kombination mit den unterschiedlichen Weißtönen zu variierenden Druckbereichen führen, die bei der grafischen Gestaltung berücksichtigt werden sollten.

Bei silbernen Rohlingen ist dieser Effekt noch ausgeprägter. Da die aufgebrachte Druckschicht transparent ist, scheinen die Eigenschaften des Rohlings deutlich durch. Dies erfordert eine besonders sorgfältige Planung und Anpassung des Designs, um sicherzustellen, dass das gewünschte Druckbild optimal zur Geltung kommt. Solche Eigenheiten müssen bei jeder gestalterischen Entscheidung bedacht werden, um ein harmonisches und ansprechendes Endergebnis zu erzielen.

Inkjet Oberfläche, die 2.: das Finish

Neben der Grundfarbe spielt die Oberflächenbeschaffenheit der Rohlinge eine entscheidende Rolle, wobei es drei Hauptvarianten gibt: matt, eco und glänzend.

Glänzende Oberflächen zeichnen sich durch hohe Farbintensität und Brillanz aus, was sie ideal für lebendige Drucke macht. Eco-Rohlinge bieten hingegen eine „Hammerschlag“-Oberfläche, die ihnen eine einzigartige Textur verleiht. Beide Varianten können, abhängig vom Hersteller, zusätzliche Eigenschaften aufweisen, wie etwa Wasserfestigkeit. Solche wasserfesten Rohlinge, auch bekannt als "watershield", bieten besseren Schutz gegen Feuchtigkeit: Während sie leichte Farbveränderungen erleiden können, bleibt das Druckbild weitgehend unverwischt erhalten, im Gegensatz zu den nur wischfesten normalen Rohlingen.

Die matten Varianten bieten eine dezente und elegante Optik und sind oft die preisgünstigere Wahl. Jedoch bestehen zwischen den matten, eco und glänzenden Oberflächen erhebliche Preisdifferenzen, die bei der Auswahl eines Rohlings berücksichtigt werden müssen. Diese Unterschiede beeinflussen nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Robustheit und den Schutz des finalen Produkts, weshalb die Wahl der Oberfläche sorgfältig abgewogen werden sollte, um den Anforderungen des Projekts gerecht zu werden.

Die richtige Tinte

Neben der Wahl des Rohlings ist auch die Qualität des verwendeten Druckers und der Tinte entscheidend für das Ergebnis der Bedruckung. Wir setzen ausschließlich auf Originaltinte, um sicherzustellen, dass bei Nachauflagen die Optik und Farbtreue der früheren Produktionen gewahrt bleiben. Solange die Beschichtung des Rohlings unverändert bleibt beziehungsweise der Rohling vom selben Hersteller stammt, können wir garantieren, dass die gleichen Farben reproduzierbar sind.

Der Einsatz von Nachfülltinten oder Refillkartuschen würde zusätzliche Variablen einführen, die die Konsistenz und Qualität der Druckergebnisse beeinträchtigen könnten. Um solche Unsicherheiten zu vermeiden, verzichten wir auf diese Alternativen und legen großen Wert darauf, eine konstante und hohe Druckqualität zu gewährleisten. Diese sorgfältige Auswahl von Materialien und Druckmethoden unterstützt unsere Bemühungen, unseren Kunden stets gleichbleibend hochwertige Ergebnisse zu liefern.

Der richtige Drucker

Viele Drucker nutzen eine Kombination aus schwarzer und farbiger Kartusche (Cyan, Magenta, Gelb). Bei höchster Qualität wird Schwarz oft durch je 100% Blau, Rot und Gelb erzeugt, was auf nicht saugenden Oberflächen wie Rohlingen zu einem "Ausbluten" führen kann. Um dies zu vermeiden, sollte ein CD-Drucker alle Farben effizient nutzen und idealerweise über zusätzliche Farbtöne wie light cyan und light magenta verfügen. Diese erweiterten Möglichkeiten gewährleisten sanftere Übergänge und ein präziseres Druckbild, was die Qualität und Haltbarkeit der Drucke erhöht.

Qualität und Quantität

Der Inkjetdruck bietet eine optisch beeindruckende und schnelle Lösung zur Bedruckung von Rohlingen, vorausgesetzt, dass sowohl hochwertige Rohlinge als auch ein leistungsfähiger Drucker verwendet werden. Unsere Technologie ermöglicht es uns, innerhalb von 24 Stunden mehrere hundert CDs oder DVDs zu produzieren. So können wir selbst bei engem Zeitplan sicherstellen, dass Sie Ihre Medien pünktlich zur Verfügung haben. Diese Effizienz und Qualität machen den Inkjetdruck zu einer idealen Wahl für zeitkritische Projekte, bei denen sowohl Ästhetik als auch Geschwindigkeit gefordert sind.

Extra Schutz: Folie oder Lack

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es beim Inkjetdruck die Möglichkeit gibt, eine Laminierfolie über den Druck aufzubringen. Diese Folie versiegelt die Oberfläche, erhöht ihre Haltbarkeit und macht sie wasserabweisend.

Eine alternative Methode ist das Aufsprühen eines Schutzlacks. Dieser schützt ebenfalls die Oberfläche und mindert Abnutzungserscheinungen. Allerdings ist dieser Prozess recht aufwendig und kann intensiv riechen.

Beide Optionen bieten also eine zusätzliche Schutzschicht. Wir können Ihnen diesen Service anbieten, er wird jedoch selten genutzt, da die Kosten den Nutzen meistens übersteigen.

Transferdruck

ThermoTransfer-Druck

Beim ThermoTransfer-Druck wird einfarbig auf Rohlinge gedruckt, indem Hitze ein Motiv vom Farbband auf die CD überträgt. Ein spezieller Druckkopf erhitzt Teile der Folie, die dann schmelzen und übertragen werden. Meistens wird schwarz gedruckt, doch auch andere Farben sind möglich.

Diese Methode eignet sich besonders für Beschriftungen und einfache Logos, nicht aber für Vollflächendrucke. Ideal ist sie für Kleinauflagen oder Einzelanfertigungen.

Spezielle Thermo-Rohlinge mit weißer oder silberner Beschichtung sind optimal, doch auch unbedruckte silberne Rohlinge können verwendet werden, wobei Haltbarkeit und Druckqualität gegebenenfalls geprüft werden sollten. Der Druck ist sehr haltbar sowie wisch- und wasserfest.

ThermoReTransfer-Druck

Beim ThermoReTransfer-Druck wird die Druckfarbe von vier Farbbändern (CMYK) durch Hitze auf ein ReTransferband übertragen und anschließend vollflächig auf den Rohling gebracht. Anders als beim ThermoTransfer-Druck ermöglicht dieser Prozess eine hohe Auflösung, sogar für Fotos.

Spezielle silberne oder weiße Thermo-Rohlinge sind erforderlich. Silberne Rohlinge bieten besondere visuelle Effekte. Der Druck ist wasserfest, lichtecht und der Rohling zusätzlich geschützt.

Digitaldruck

Digitaldruck

Beim Digitaldruck wird microfeiner Toner auf eine Transferfolie aufgebracht und dann auf den Rohling übertragen, wobei sich eine schützende Epoxydharzschicht bildet. Diese sorgt für eine wisch- und wasserfeste Oberfläche.

Nachträgliche Individualisierungen sind mittels Thermotransferverfahren möglich.

Der Digitaldruck erlaubt den Druck von Serien mit fortlaufenden Artikelnummern (z. B. 001, 002, 003 usw.). Bei Bereitstellung einer Excel-Datei können die Rohlinge personalisiert werden.

Drucke auf silberne oder teilweise weiße Flächen sind ebenfalls machbar. Ein großer Vorteil dieses Verfahrens ist die schnelle Produktion großer Mengen in hoher Auflösung.

UV-Digitaldruck

Bei diesem Verfahren wird die Druckfarbe über ein Düsensystem auf den Rohling aufgetragen und anschließend mit UV-Lampen gehärtet, anstatt einfach zu trocknen wie beim Tintenstrahldruck.

Das Ergebnis ist ein hochauflösender, wisch- und wasserfester Druck. Durch das Aufspritzen der Farbe entsteht eine leicht wellige Oberflächenstruktur.

Siebdruck

Siebdruck

Beim Siebdruckverfahren werden spezielle Drucksiebe verwendet, um die Farbe zu übertragen. Das Sieb wird über den Rohling gelegt und ein sogenannter Rakel druckt durch die offenen Stellen des Siebes die Farbe auf den Rohling.

Der Vorteil des Siebdrucks besteht darin, dass beim Bedrucken eines Rohlings kein Druck auf die Oberfläche ausgeübt wird, wie etwa beim Offsetdruck.

Wirtschaftlichkeit

Der Siebdruck eignet sich besonders gut für die Bedruckung von Rohlingen in größeren Stückzahlen. Zwar ist die Produktion auch bei kleineren Auflagen möglich, jedoch fallen zusätzlich zu den Druckkosten auch die Kosten für die Fertigung der Siebe an. Diese zusätzlichen Kosten machen Auflagen unter 300 Exemplaren oft unwirtschaftlich. In solchen Fällen sind andere Druckverfahren häufig kostengünstiger und damit besser geeignet.

Bilderdruck

Eine spezielle Variante ist der sogenannte Bilderdruck, welcher mehrfarbige Motive darstellen kann, jedoch in puncto Auflösung nicht mit dem Offsetdruck vergleichbar ist. Im Siebdruck liegt die Bildauflösung bei etwa 34 Linien pro Zentimeter (34er Raster) für Pantone-Drucke und bis zu 54 Linien pro Zentimeter (54er Raster) bei Bilderdrucken.

Farbechtheit

Es kommen häufig Vollton- oder Sonderfarben zum Einsatz, wie beispielsweise Pantone- oder HKS-Farben. Diese Technik ist besonders vorteilhaft für grafische Designs wie Texte, große Farbflächen oder Logos, die präzise definierte Farbtöne benötigen.

Muss ein Aufdruck eine bestimmte Firmenfarbe beinhalten (also ein fest definierter Ton wie z. B. das Blau bei Nivea), muss mindestens diese eine Farbe im Siebdruck aufgebracht werden, da im Offsetdruckverfahren immer Farbschwankungen auftreten können.

Veredelungen

Der Siebdruck ist eine vielseitige Drucktechnik, die sich hervorragend für Veredelungen eignet. Durch den Einsatz von Matt- oder Glanzlacken als zusätzliches Element können besondere visuelle und haptische Effekte erzielt werden. Diese "Schmuckfarben" verleihen dem Druckprodukt einen einzigartigen Charakter und können bestimmte Bereiche des Designs hervorheben, um die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken.

Zudem ermöglicht der Siebdruck die Anwendung von Spezialeffekten wie Metallicfarben, fluoreszierenden Farben oder sogar strukturierten Oberflächen, was die Kreativität bei der Gestaltung weiter steigert.

Offsetdruck

Offsetdruck

Im Offsetdruckverfahren können bis zu sechs verschiedene Farben eingesetzt werden, wobei die erste und die letzte Farbe im Siebdruckverfahren aufgetragen werden. Üblicherweise wird zunächst eine weiße Vollfläche als Untergrund gedruckt. Danach folgt der Offsetdruck im CMYK-Farbmodus (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz), und zum Abschluss wird häufig ein Matt- oder Glanzlack aufgetragen. Alternativ kann die abschließende Lackschicht weggelassen oder durch eine Sonderfarbe ersetzt werden.

Im Offsetdruck wird die Farbe mittels Walzen auf die Materialien übertragen. Dieser Prozess übt Druck auf die Oberfläche aus, was zu potenziellen Beschädigungen führen kann. Deshalb bieten nicht viele Druckereien den Offsetdruck auf Rohlingen an. Es ist notwendig, speziell geeignete Rohlinge zu verwenden, die für dieses Verfahren getestet wurden. Beim Bedrucken von gepressten Rohlingen sind die Walzen hingegen unproblematisch, da sich deren Materialstruktur grundlegend unterscheidet.

Ungeeignet: Etikettendruck

Etikettendruck

Beim Etikettendruck wird das gewünschte Design für die Disc mit einem Inkjet- oder Laserdrucker auf ein Klebeetikett übertragen, das anschließend oft mit einer Zentrierhilfe auf den Datenträger geklebt wird. Es gibt zahlreiche Varianten von Etikettenpapier, wie beispielsweise inkjet glossy, matt oder solche mit unterschiedlichem Mittelloch­durchmesser.

Wir raten jedoch von Papieretiketten ab. Der Grund dafür ist, dass Etiketten selten perfekt zentriert aufgebracht werden können, was zu Unwuchten führt, die den Player beschädigen können. Zudem entstehen häufig kleine Lufteinschlüsse unter dem Etikett, die sich bei hohen Drehzahlen ausdehnen und das Etikett teilweise ablösen. Weiterhin verliert der Kleber im Laufe der Zeit an Haftung, was nicht nur zum Ablösen des Etiketts führt, sondern auch Teile der oberen Beschichtung beschädigen könnte.

Aus diesen Gründen empfehlen wir grundsätzlich, auf Etiketten zu verzichten.

Individuelle Druck-Beratung

Jede Druckmethode hat ihre spezifischen Vorteile und Einsatzbereiche, abhängig von den Anforderungen an das Druckprojekt. Wir beraten Sie gern zur besten Umsetzung Ihrer Vorstellungen. Schreiben Sie uns an!

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